Die Hochschule Bochum, die Fachhochschule Dortmund und die Westfälische Hochschule in Gelsenkirchen sind die drei großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Metropole Ruhr.
Seit langem arbeiten sie auf unterschiedlichen Ebenen in den Bereichen Lehre, Forschung und der sogenannten „Third Mission“ zusammen. Unter dem Dach der Hochschulallianz Ruhr nutzen sie seit 2020 ihre Potenziale strategisch und systematisch.
Das erklärte Ziel der Allianz ist es, durch das Einbringen von angewandter wissenschaftlicher Excellence und die praxisnahe Ausbildung von Fachkräften in zukunftsrelevanten Themenspektren die Transformation der Region nachhaltig mitzugestalten.
Im Verbund gehören die drei Hochschulen zu den forschungsstärksten Hochschulen in Deutschland. Sowohl das Bundesministerium für Bildung und Forschung, als auch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sowie die Stiftung Mercator fördern und unterstützen die Aktivitäten der Hochschulen in zahlreichen Projekten.
Der strategische Verbund aus Hochschule Bochum, Fachhochschule Dortmund und Westfälischer Hochschule hat sich durch zahlreiche gemeinsame Initiativen in den vergangenen Jahren zum Kristallisationspunkt für regionale Impulse aus der angewandten Wissenschaft im Ruhrgebiet entwickelt.
„Third Mission“ bezeichnet die Aktivitäten von Hochschulen zur Verflechtung mit ihrer Umwelt, z. B. mit Kommunen, Unternehmen oder Verbänden und Initiativen. Vorrangig geht es – unter Beachtung von Trends und Bedürfnissen – um das Wirken akademischer Expertise in die Gesellschaft hinein (kurz: Transfer).



Die Hochschule Bochum ist eine auf Technik, Wirtschaft und Gesundheit spezialisierte Hochschule für angewandte Wissenschaften mit fast 10.000 Studierenden. Ihre acht Fachbereiche – Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik, Geodäsie, Gesundheitswissenschaften, Mechatronik und Maschinenbau, Pflege-, Hebammen- und Therapiewissenschaften sowie Wirtschaft – bieten 52 Bachelor- und 24 Masterstudiengänge an. Moderne Labore und Skills-Labs, maßgeschneiderte Lernumgebungen und eine familiäre Atmosphäre fördern individuelles Lernen und praxisorientierte Lösungen, mit denen Studierende aktiv Zukunftsthemen vorantreiben und den gesellschaftlichen Wandel mitgestalten. Eng vernetzt mit der regionalen Wirtschaft, dem Gesundheitssektor und einem breiten Netz aus internationalen Partnerinnen und Partnern bietet sie optimale Bedingungen für exzellente Lehre und Forschung.
„We focus on students“: Die Fachhochschule Dortmund hat den Anspruch, junge Menschen durch die Qualität der Lehre, persönliche Betreuung und eine weltoffene Ausrichtung akademisch auszubilden, sie bei der Entwicklung ihrer Potenziale zu begleiten und ihnen attraktive Karrierewege zu ermöglichen.
Die FH Dortmund gehört mit etwa 13.500 Studierenden zu den zehn größten Fachhochschulen in Deutschland. Das Studium ist daran orientiert, anwendungsnah auszubilden. Rund 70 Studiengänge bieten Bachelor- und Master-Abschlüsse in der Informatik, in Ingenieur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie in den Bereichen Architektur und Design. Etablierte internationale Partnerschaften ermöglichen den Studierenden, globale Kompetenzen zu erwerben. Drittmittelstarke Forschung und zahlreiche Transferprojekte schaffen direkte Zugänge zu Unternehmen vor Ort. Die FH Dortmund setzt damit zugleich nachhaltige Impulse für den Wissenschaftsstandort und die Region.
Seit 1992 setzt die Westfälische Hochschule mit ihren drei Standorten Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bocholt regional und international Zeichen in der praxisnahen Ausbildung von Fach- und Führungskräften. Dabei stehen die Chancengleichheit im Rahmen der Talentförderung, Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung im Mittelpunkt von Forschung und Lehre. In über 60technisch-ökonomisch ausgerichteten Studiengängen machen sich die rund 7.200 Studierenden fit für die Herausforderungen von morgen. Gemeinsam mit über 760 Mitarbeitenden sowie Partnern aus der Wirtschaft werden mit anwendungsorientierter Forschung innovative Lösungen für Verfahren, Produkte und Dienstleistungen geschaffen.
Die Hochschulallianz Ruhr bündelt die Stärken der Hochschule Bochum, Fachhochschule Dortmund und Westfälischen Hochschule, um Forschung, Lehre und Transfer innovativ zu gestalten. Gemeinsam schaffen wir praxisnahe Lösungen, qualifizieren Fachkräfte und setzen Impulse für eine nachhaltige Transformation der Metropolregion Ruhr.
Das Ruhrgebiet ist Wandel – immer schon gewesen. Die Hochschulallianz Ruhr schließt daran an: Auch wir sind Transformationsgestalterin. Wir bringen unsere Erkenntnisse aus Forschung und Lehre ein. Wir entwickeln gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft Lösungen für die Herausforderungen von heute. Wir schaffen Impulse für Innovationen für die Menschen unserer Region.
Rektorin der Fachhochschule Dortmund
Jede unserer drei Hochschulen hat ihr eigenes Profil und ihre ganz individuellen Stärken. Mit der HAR haben wir eine Plattform geschaffen, die diese Stärken bündelt. Gemeinsam entwickeln wir innovative neue Lehr- und Transferformate und tragen zu einer nachhaltigen Transformation der Region bei.
Präsident der Hochschule Bochum
Wenn das Ruhrgebiet Erfahrung mit etwas hat, dann ist das ständiger Wandel. Der angesichts großer gesellschaftlicher Herausforderungen anstehende Transformationsprozess von Digitalisierung bis Dekarbonisierung fordert unserer Region in diesem Sinne erneut, Tiefgreifende Veränderungen stehen an. Wir sehen uns als Partner, junge Menschen zu qualifizieren, die diesen Prozess mit Phantasie, Mut und Sachverstand zukunftssicher gestalten.
Präsident der Westfälischen Hochschule
Mehr als fünf Millionen Menschen, 53 Städte, die dichteste Hochschullandschaft Deutschlands und eine wachsende Start-up-Szene: Die Menschen im Ruhrgebiet schätzen unsere Region für ihre Vielfalt und die gebotenen Möglichkeiten. Als Hochschulallianz wollen wir noch mehr internationale Fachkräfte, Studierende und Forschende von den Vorzügen und Chancen der Metropolregion Ruhr überzeugen und uns mit unseren Best-Practice-Beispielen in den globalen Dialog über die grüne Transformation von Industrieregionen einbringen.
Kanzler der Hochschule Bochum
An Hochschulen und anderen öffentlichen Einrichtungen sind Experimente innerhalb bestehender Strukturen oftmals schwierig. Als Hochschulallianz Ruhr schaffen wir daher neue Räume, die mehr Freiheit bieten. Freiheit für neue Ideen, Freiheit für neue Herangehensweisen, um gemeinsam Lösungen zu schaffen. Aber auch die Freiheit zu scheitern. Denn manchmal sind es gerade die Misserfolge, aus denen wir lernen können und die schließlich tiefgreifende und wirksame Innovationen entstehen lassen.
Kanzlerin der Fachhochschule Dortmund